|
|
Setpoint bestätigt: Orexine sind schuld |
|
|---|
|
Schwartz, MW: Orexins and appetite: The big picture of energy homeostasis gets a little bigger. Nature Medicine 1998/4/S.385-386 Im Kampf gegen überflüssige Pfunde sind zwei neue, ernstzunehmende "Gegner" hinzugekommen: Orexin A und B. Baut der Körper während einer Diät Fett ab, sinkt im Blut die Konzentration der Botenstoffe Leptin und Insulin. Dieser Abfall bewirkt neben der Freisetzung des bereits bekannten Neuropeptides Y (NPY) auch die Ausschüttung von Orexinen. Die beiden im Hypothalamus vorkommenden Peptidhormone sorgen wie NPY dafür, daß unser Körper möglichst schnell wieder auf sein altes (Über-)Gewicht kommt. Damit erhält die Setpoint-Theorie weitere Unterstützung. Die Setpoint-Theorie hilft zu erklären, warum die meisten Versuche scheitern, ein einmal erreichtes Gewicht dauerhaft zu senken. Sie postuliert, der Körper habe einen "Setpoint", den er mit allen Mitteln zu verteidigen sucht, und den er nach einer Gewichtsabnahme durch Krankheit oder Diät möglichst wiederherstellen will. Um die "Diätkiller" Orexine erfolgreich zu umgehen, suchen Wissenschaftler nun nach Medikamenten, die sich an NPY- und Orexin-Rezeptoren anlagern und den Appetitreiz ausschalten. Anmerkung: Bei Diäten gibt es vereinzelte Beispiele einer erfolgreichen Senkung des Gewichts, die nicht auf einer (verheimlichten) Eßstörung beruhen. Sie wären unter diesem Gesichtspunkt als Stoffwechselstörungen zu betrachten, bei denen die Rückkopplungssysteme versagen.
|
|
|
© Copyright 1998 by EU.L.E. |
|---|