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Mykosen: zeigt her eure Füße |
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Ledezma, E et al: Efficacy of ajoene, an organosulphur derived from garlic, in the short-term therapy of tinea pedis. Mycoses 1996/39/S.393-395 Die zunehmende Verpilzung der Bevölkerung wird in den Medien häufig beklagt. Weniger bekannt ist, daß Knoblauch dagegen recht wirksam sein kann: Fußpilz (Trichophytom rubrum, Epidermophytom floccosum, Trichophytom mentagrophytes) ist eine sehr hartnäckige Sache: die Behandlung langwierig, der Erfolg durch Rückfälle oft zunichte gemacht. Die fungistatischen Effekte des Knoblauchs gaben den Anlaß, den Wirkstoff Ajoen an 34 Patienten zu testen. Dazu wurde das Ajoen in einer Creme verrührt (0,4%) und zweimal täglich auf die befallenen Stellen aufgetragen. Bereits nach einer Woche waren 27 Patienten vollständig geheilt, die restlichen nach einer weiteren Woche. Eine Nachuntersuchung drei Monate später ergab keinen einzigen Rückfall. Ajoen zeigte sich damit anderen üblichen Behandlungsmethoden überlegen. Anmerkung: Knoblauch wirkt gegen verschiedene humanpathogene Hefen, unter anderen auch Candida. In einem Test mit 39 Hefen (darunter 26 Candida-albicans-Stämme) aus Abstrichen von Vaginitis-Patientinnen, erwiesen sich die meisten als empfindlich gegenüber einem wässrigen Knoblauch-Extrakt. Lediglich zwei C.-albicans-Stämme waren resistent (Mykosen 1980/23/S.691-698). Im Vergleich mit anderen Medikamenten wie Nystatin erwies sich Knoblauch-Extrakt als überlegen (Ann. Univers. Mariae Curie-Sklodowska 1975/30D/S.5-13). Für die antimykotischen Effekte des Knoblauchs gegen Candida sollen weniger Ajoen, sondern vor allem Allicin und das Saponin Erubosid B verantwortlich sein (Phytotherapy Research 1991/5/S.154-158, Deutsche Apotheker Zeitung 1993/133/S.3733-3743). Diese Ergebnisse bestätigen die Empfehlung, bei Darmmykosen viel Knoblauch zu essen. Anekdotische Berichte sprechen dem kombinierten Verzehr von unraffiniertem Olivenöl und Knoblauch eine besonders gute Wirksamkeit zu.
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