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... und die Schnecken auch |
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Singh, VK, Singh, DK: Molluscidal activity of pre- and post-harvest Allium sativum (garlic). Biological Agriculture and Horticulture 1996/12/S.311-318
Auch wenn uns Schnecken meistens nur als Schädlinge im Garten auffallen, übertragen manche von ihnen durchaus riskante Krankheiten. Dazu zählen nicht nur die Bilharziose (Schistosomiasis) - eine wichtige, durch Saugwürmer hervorgerufene tropische Infektionskrankheit - sondern auch Erkrankungen des Nutzviehs wie die Leberegelseuche (Fasziolose). Rinder nehmen den Parasiten von feuchten Weiden auf, wo er von seinem Zwischenwirt, der Schnecke, ausgeschieden wurde. In Deutschland werden die Herden daher regelmäßig entwurmt; die Medikamente können auf diesem Weg in die Nahrungskette gelangen. Vor allem in Entwicklungsländern besteht ein vitales Interesse an billigen und wirksamen Mitteln zur Bekämpfung von Schnecken als Parasitenüberträger. Nachdem sich der Knoblauch in Vorversuchen für manche Schnecken als tödlich erwiesen hatte, suchten indische Zoologen gezielt nach dem optimalen Extrakt. Junger Knoblauch erwies sich für die Schnecken Lymnaea acuminata und Indoplanorbis exustus als völlig harmlos. Seine maximale Wirksamkeit erreichte der Knoblauch erst nach sechsmonatiger Lagerung. Dann waren bereits wenige ppm im Wasser für L. acuminata tödlich. Anmerkung: Offenbar sind einige der Inhaltsstoffe auch gegen Parasitosen des Menschen hilfreich. Ägyptische Forscher fanden eine sehr gute Wirksamkeit eines wässrigen Auszugs gegen Bandwürmer (Hymenolepis nana). Die Behandlung mit Knoblauch war effizienter, sicherer (und wohl auch billiger), die Behandlungszeit kürzer als bei üblichen Arzneimitteln (Journal of the Egyptian Society of Parasitology 1991/21/S.497-502). In der Veterinärmedizin hat sich Knoblauch bei der Entwurmung von Hunden bewährt. Die wirksame Komponente ist wahrscheinlich das Allicin. Zugleich hilft es gegen Protozoen wie Entamoeba histolytica, dem Erreger der Amöbenruhr und Giardia lamblia, das als opportunistischer Erreger bei immunschwachen Patienten (z.B. AIDS), gefürchtet ist (Journal of Infectious Diseases 1987/156/S.243-244). Als Schutz vor Infektionskrankheiten, die von Parasiten übertragen werden, kommt dem Knoblauch erhebliche Bedeutung zu. Knoblauchöl bzw. -saft ist nicht nur extrem toxisch für Moskitos (Malaria), sondern auch für Flöhe und Zecken (Encephalitis) (Science 1971/174/ S.1343-1344, Pharmazie 1970/25/S.266-270, Insect Science and its Application 1984/5/S.101-102). Vielleicht ist Knoblauch gegen Malaria wirksamer als DDT-Spritzungen und gegen Zeckenbisse sinnvoller als die umstrittene FSME-Impfung.
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