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Rebmann, A et al: Polycyclische Moschusverbindungen in Fischen und Humanmilch. Lebensmittelchemie 1998/52/ S.51

Seit 1993, als die Wasch- und Reinigungsmittelindustrie auf die Produktion von Nitromoschusverbindungen und ihre Verwendung als synthetische Duftstoffe verzichtete, nimmt auch die Belastung von Gewässern, Fischen und der Muttermilch allmählich ab. Dafür reichern sich nun allerdings die Ersatzstoffe an. Schätzungsweise 85% der Produktion von Moschusduftstoffen entfällt mittlerweile auf polycyclische Moschusverbindungen wie Galaxolide und Tonalide. Beide haben z.B. das unter Krebsverdacht stehende Moschus-Xylol verdrängt, das heute nur noch von China in größerer Menge hergestellt wird (ca. 900 t/Jahr). Aber: Jede dritte Muttermilchprobe ist bereits mit Tonalide verunreinigt, jede zweite mit Galaxolide. Die Gehalte liegen schon über denen der Nitromoschusverbindungen, Höchstmengen gibt es keine, da die toxischen Eigenschaften der Ersatzstoffe noch nicht untersucht sind.



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