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Probiotik: voll im Trend      [TOP]

Probiotische Milchprodukte haben ihr Marktvolumen im Jahr 1997 auf rund 280 Mio DM mehr als verdoppelt. Marktführer bleibt Nestlé, gefolgt von Danone. Aufgrund der großen Erfolge soll das Magermilchpulver-Getränk "Yakult" einer japanischen Firma nun auch in Rheinland-Pfalz und Hessen angeboten werden. Im Testmarkt Nordrhein-Westfalen waren zuvor 60.000 Stammverwender gewonnen worden. (Lebensmittel-Zeitung v.13.2.1998)


      
Fernsehen: Anfälle durch Trickfilm      [TOP]

Epileptische Anfälle durch Lichtblitze und Flimmerlicht sind bekannt. Daß auch schnell wechselnde Farbeffekte solche Anfälle auslösen können, mußten rund 700 Japaner erfahren, die einen Zeichentrickfilm ansahen. In der entscheidenden Szene wechselte ein sattes Rot schnell mit einem Hellblau viel stärkerer Lichtintensität. Die gleiche Szene in schwarz-weiß hatte keine Auswirkungen. (Nature Medicine 1998/4/S.265-267)


      
Pubertät: fettes Essen kein Krebsrisiko      [TOP]

Die Ernährung während der Pubertät, insbesondere fetthaltige und tierische Lebensmittel stehen im Verdacht, das Brustkrebsrisiko einer Frau zu erhöhen. Eine Befragung von mehr als 1.600 amerikanischen Brustkrebspatientinnen stützt diese Hypothese jedoch nicht. Weder tierische Fette, noch fettreiche Mahlzeiten, Milchprodukte, Süßigkeiten oder Desserts beeinflußten das Risiko. (Journal of the National Cancer Institute 1998/90/S.226-233)


      
Renner: italienischer Mozzarella      [TOP]

Büffelmilch, der traditionelle Rohstoff echten italienischen Mozzarellas, unterliegt nicht der Milchquote und bringt dem Bauern daher über 2,- DM pro Kilo. Die große Nachfrage nach Büffelmilch für Mozzarella ließ italienische Büffelkühe zu Exportschlagern werden: Vor allem Holland und Israel interessieren sich derzeit für die mit knapp 5.000,- DM zwar teuren aber dafür auch langlebigen Rinder. Pro Jahr kann mit durchschnittlich 2.000 Kilo Milch gerechnet werden. Von Vorteil ist, daß die Büffel zusammen mit Milchkühen gehalten werden können, von Nachteil, daß die Weidezäune deutlich verstärkt werden müssen. (DLG-Mitteilungen 1998/H.4/S.8)


      
Wodka: teurer Schwarzmarkt      [TOP]

Rußland will die staatlichen Kontrollen auf dem Alkoholmarkt verstärken, weil noch immer 60 - 70% aller Spirituosen illegal hergestellt oder eingeführt werden. Das Loch in der Staatskasse beläuft sich auf umgerechnet etwa 6 Milliarden DM. Dazu kommt die Arbeitslosigkeit: Die heimischen Fabriken sind nur zu etwa 30% ausgelastet. Ob die kürzlich vorgenommene Erhöhung der Mindestpreise für Hochprozentiges die richtige Lösung ist, sei dahingestellt. (Agra-Europe 1998/Nr.17/Länderberichte S.26-27)


      
Kaffee: Coffein-Gen ausgeschaltet      [TOP]

In Gewächshäusern auf Hawaii werden bald die ersten Coffea-arabica-Bäume ausgepflanzt, die (fast) coffeinfreie Bohnen liefern sollen. Damit entfällt das aromaraubende Entcoffeinieren. An der Universität von Hawaii war es zuvor gelungen, das für die Coffeinsynthese entscheidende Gen auszuschalten. Da die Pflanze Coffein zur Schädlingsabwehr bildet, darf man gespannt sein, ob die transgenen Bäume auch im Freiland gedeihen. (New Scientist v. 21.3.1998/S.11)


      
Salate: Waschen wirkungslos      [TOP]

Die gefährlichen EHEC-Bakterien lassen sich nicht immer von Salat oder Gemüse abwaschen. Wie japanische Forscher an Rettichsprossen herausfanden, bleiben die Krankheitserreger nicht auf der Oberfläche, sondern "verstecken" sich in der Zellschicht darunter. Dort sind sie selbst vor Desinfektionsmitteln sicher. Da hilft nur eins: Abkochen. (New Scientist v. 21.3.1998/S.13)
Wein: Barrique durch Sägespäne
Barrique-Weine boomen. Die dafür nötige Reifung im 225-Liter-Eichenholzfaß ist jedoch teuer und zeitaufwendig, die Verluste durch Verdunsten sind hoch. Geschäftstüchtige Winzer ersetzen das aufwendige Verfahren daher durch eine Zugabe von Spänen oder Extrakten aus Eichenholz in die Tanks. (Schweizerische Zeitschrift für Obst- und Weinbau 1998/ H.3/S.74-76)


      
Ferkel: Kaninchen für die Sau      [TOP]

Aggressive Jungsauen verursachen hohe Ferkelverluste. Damit sie sich an kleine Tiere gewöhnen, setzt man in Holland kurz vor dem Abferkeln ein Kaninchen in die Buchten. Inzwischen konnte die Aggressivität der Schweine zwar weitgehend "herausgezüchtet" werden, viele Landwirte schätzen jedoch weiterhin den beruhigenden Effekt der "therapeutischen Wohngemeinschaft" mit einem Kuscheltier. (DLG-Mitteilungen 1998/H.5/S.7)



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