[BACK]  [BACK WIDE]  [HOME]  [FORWARD] Verdauungsprobleme: hochvisköse Masse [EU.L.E. HOME]

Razdan, A, Pettersson D: Effect of chitin and chitosan on nutrient digestibility and plasma lipid concentrations in broiler chickens. British Journal of Nutrition 1994/72/S.277-288 Es fehlt nicht an Versuchen, Chitosan als Nahrungszusatz zu etablieren, der von Cholesterin und Fettpölsterchen befreit. Bei einem Fütterungsversuch (30 g/kg Futter) fraßen Küken weniger und blieben im Wachstum zurück. Die Verdaulichkeit des Futters sank, die Fettverwertung nahm um ein Viertel ab, der Triglyceridanstieg nach dem Fressen fiel geringer aus, der Cholesterinspiegel war vermindert. Die Autoren vermuten, daß Chitosan die Fettmicellen zerstört und so deren Verdauung behindert. Die Wachstumsstörungen werden damit erklärt, daß Chitosan in Gegenwart von Magensäure mit viel Wasser zu einer hochviskosen Masse quillt. Sie bleibt länger im Magen, was den Hunger stillen soll. Obwohl Chitosan als Ballaststoff gilt, bremst es die Bildung kurzkettiger Fettsäuren durch die Darmflora. Dies wird als Hinweis auf eine Schädigung der Darmbakterien durch die antibiotischen Eigenschaften des Chitosans gewertet.

Anmerkung: Auch bei Syrischen Goldhamstern kam es zu Appetitverlust und geringem Wachstum. Niedrigere Blutcholesterinspiegel traten nur bei der höchsten Zulage jenes Chitosans auf, das die größte Kapazität als Ionenaustauscher hatte. Bei anderen Versuchsgruppen war stattdessen der Cholesteringehalt der Leber signifikant erhöht (Nutrition Research 1997/17/S.1053-1065).



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