[BACK]  [BACK WIDE]  [HOME]  [FORWARD] Hohe Taurinspiegel als Krankheitsmarker [EU.L.E. HOME]

Stover, JF et al: Neurotransmitters in cerebrospinal fluid reflect pathological activity. European Journal of Clinical Investigation 1997/27/S.1038-1043

Bei Epilepsie, Mongolismus und Sehschwächen finden sich häufig niedrige Taurinspiegel. Bei anderen Krankheiten wiederum sind die Taurinspiegel erhöht, wie etwa in der Bronchialflüssigkeit von Asthmatikern sowie in der Hirnflüssigkeit von Patienten mit Hirnhautentzündung, Multipler Sklerose und Erkrankungen des Rückenmarks. Das bedeuted keineswegs, daß es sich bei den genannten Störungen um Taurinmangelkrankheiten oder Taurinvergiftungen handelt. Die Taurinspiegel lassen sich jedoch diagnostisch nutzen: Wie im Städtischen Klinikum Ludwigshafen herausgefunden wurde, sind erhöhte Taurinspiegel in der Rückenmarksflüssigkeit ein Kennzeichen für neurologische Schäden im Gehirn, die durch den Neurotransmitter Glutamat ausgelöst werden. Die einfache und billige Bestimmung der Taurinspiegel erlaubt es, schnell die richtigen Medikamente zu verordnen.



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