[BACK] [BACK WIDE] [HOME] [FORWARD]Keine Hirntumoren durch Aspartam[EU.L.E. HOME]

Gurney, JG et al: Aspartame consumption in relation to childhood brain tumor risk: results from a case-control study.
Journal of the National Cancer Institute 1997/89/ S.1072-1074

Nach Olney (EU.L.E.n-Spiegel 1997/H.2/S.6) soll das Süßungsmittel Aspartam für die Zunahme von Hirntumoren in den USA verantwortlich sein. Jetzt meldet sich der Hersteller mit Hinweis auf eine aktuelle Untersuchung zu Wort, die Olneys Hypothese nicht bestätigen kann. Anlaß dazu war eine Fall-Kontroll-Studie (Cancer Epidemiology, Biomarkers & Prevention 1996/5/S.599-605), die bei 540 betroffenen Kindern überprüfte, ob die Häufigkeit von Hirntumoren durch den Verzehr gepökelter Wurstwaren beeinflußt wird. Die Autoren konnten ihre These nachhaltig bestätigen.

Nachträglich wurde der Fragebogen ergänzt und einige der Mütter nach ihrem Aspartamkonsum und dem ihrer Sprößlinge befragt. Die nun publizierte Statistik ist eindeutig: Egal, welche Parameter - außer Wurst - verglichen wurden, die Kontrollgruppe unterscheidet sich nicht von den Betroffenen.

Anmerkung: Da die Mütter angeben mußten, wieviel Aspartam sie vor 10 oder 15 Jahren während der Schwangerschaft verzehrt hatten, stellt die Studie enorme Anforderungen an das Gedächtnis von Personen, denen der Begriff Aspartam kaum geläufig gewesen sein dürfte. Auch angesichts der geringen Zahl der Probanden ist eine gewisse Skepsis angebracht. Zudem erfrug die Originalstudie zwar Cola und Cookies, hatte aber kein weiteres Interesse an Süßwaren, die schließlich nicht gepökelt werden.



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