| Soja bremst Prostatakrebs |
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| Adlercreutz, H et al: Plasma concentrations of phyto-oestrogens in Japanese men. Lancet 1993/342/S.1209-1210 Japaner sterben viel seltener an Prostatakrebs als die Bewohner westlicher Industrieländer. Zugleich weisen sie jedoch genau so häufig latente kleine und nicht infiltrierende Prostatatumoren auf. Da Prostatatumoren in der Regel hormonabhängig sind und die traditionell in Japan verzehrten Sojaprodukte schwach hormonwirksame Isoflavonoide enthalten, lag es nahe, in dem asiatischen Grundnahrungsmittel nach Faktoren zu suchen, die das Wachstum latenter Tumoren unterbinden. Bei einem Vergleich von je 14 Japanern und Finnen zeigte sich, daß die Japaner bis 110mal soviel Isoflavonoide (Equol, Genistein, Daidzein, o-Desmethylangolensin) im Plasma hatten wie die Finnen. Da Prostatakrebszellen östrogenempfindlich sind und Östrogene erfolgreich in der Therapie eingesetzt werden, könnten die hohen Isoflavonoidgehalte die niedrigere Sterblichkeit der Japaner erklären. In Zellkulturen hemmten Genistein, seine Vorstufe Biochanin A und Daidzein das Wachstum verschiedener Krebszellen. Anmerkung: Auch die Lignane des Roggens sind in der Lage, das Tumorwachstum zu hemmen, wie an Ratten mit implantierten Prostatatumoren gezeigt wurde (Cancer Letters 1997/114/S.313-314). Gestützt wird dieser Befund durch eine Untersuchung der Prostataflüssigkeit von Chinesen, Portugiesen und Engländern. Bei den Asiaten fand man darin viel Isoflavonoide, bei den Portugiesen viel Lignane. Im Gegensatz dazu wiesen Briten, die vergleichsweise häufig an Prostatakrebs leiden, nur sehr wenige Phytoöstrogene auf. Das Krebsrisiko ist in den Mittelmeerländern höher als in China, aber deutlich niedriger als im Norden Europas (Prostate 1997/32/S.122-128). |
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