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Allergie: oft nur Pseudo |
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Wüthrich, B: Zur Nahrungsmittelallergie: Begriffsbestimmung, Diagnostik, Epidemiologie, Klinik. Schweizer Medizinische Wochenschrift 1996/126/S.770-776 Nahrungsmittelallergien sind seltener als bisweilen angenommen. Das sagt der Züricher Allergologe Professor Brunello Wüthrich. Während in Fragebogenaktionen 12 bis 18 % der Bevölkerung von Lebensmittelunverträglichkeiten berichten, schätzen europäische Fachleute die Prävalenz von Allergien bei Erwachsenen nur auf 1 bis 2 %. Zusatzstoffallergien sollen sogar nur bei 0,03 bis 0,15 % der Bevölkerung vorkommen. Wüthrich führt dies einerseits auf psychische Einflüsse zurück, andererseits auf die fälschliche Verwendung des Begriffes "Allergie". Nach Definition der Europäischen Akademie für Allergie und klinische Immunologie liegt nur dann eine "Nahrungsmittelallergie" vor, wenn die Symptome durch einen immunologischen Mechanismus hervorgerufen werden. Und selbst von diesen Mechanismen werden zur Zeit nur die Immunglobulin-E-vermittelten anerkannt. Krankhafte Reaktionen nach dem Verzehr von Nahrungsmitteln können jedoch zahlreiche weitere Ursachen haben:
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