| In aller Kürze |
|---|
Osteoporose: Bier schützt Gegen die gefürchtete Knochenzerstörung bei Osteoporose werden weibliche Geschlechtshormone (Östrogene) verabreicht. Da Hopfen östrogenartige Verbindungen enthält, untersuchten japanische Pharmazeuten, ob der zum Bierbrauen übliche Hopfenextrakt in der Lage ist, die Knochen vor Raubbau zu schützen. Sie versetzten Dentin (Zahnbein) mit Hopfenextrakt und Mäuseknochenzellen und zählten die ins Dentin "gefressenen" Löcher. Die beiden Hopfeninhaltsstoffe Xanthohumol und Humulon stoppten den Knochenabbau bereits in starker Verdünnung. (Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry 1997/61/S.158-159)
Schlaganfall: länger leben mit Cholesterin Vor allem älteren Menschen wird zur Vorbeugung eines Schlaganfalls zur Cholesterinsenkung geraten. An knapp 1.000 Schlaganfallpatienten untersuchten britische Ärzte den Zusammenhang zwischen Blut-Cholesterinspiegel und den Überlebenschancen. Nach 1.000 Tagen hatten, unabhängig von Alter und Schlaganfalltyp, mehr Patienten mit höherem Cholesterinspiegel überlebt. Damit seien bis zum Beweis des Gegenteils die üblichen Empfehlungen zur Cholesterinsenkung nicht mehr gerechtfertigt. (British Medical Journal 1997/ 314/S.1584-1588)
Pestizide: Diät macht mobil Fettlösliche Organochlor-Pestizide wie z.B. ß-HCH "entschärft" der Körper, indem er sie im Fettgewebe ablagert. Während einer Diät werden sie teilweise wieder freigesetzt. Da ß-HCH schwach östrogenwirksam ist, könnte seine Freisetzung das Wachstum hormonabhängiger Krebsarten z.B. der Brust und der Gebärmutter fördern. An Mäusen fand ein amerikanisches Forscherteam heraus, daß ß-HCH beim Fasten in Mengen mobilisiert wird, die hormonwirksam sind. (Cancer Research 1997/57/S.865-869)
Vitamine: Übermut tut selten gut Wer Vitamine und Mineralstoffe kombiniert einnimmt, stirbt möglicherweise eher an Herzinfarkt oder Krebs. Darauf weist der Internist Max Horwitt aus St. Louis (USA) hin. In einer Studie mit älteren Menschen wiesen diejenigen die höchste Sterblichkeit auf, die Kombipräparate eingenommen hatten. Horwitt erklärt die nachteiligen Effekte mit den oxidationsfördernden Eigenschaften der Kombination von Metallen und Antioxidantien. So erzeugt z.B. Eisen zusammen mit Vitamin C freie Radikale, die oxidative Schäden verursachen. Falls Supplemente notwendig sind, sollten sie getrennt verabreicht werden. (American Journal of Clinical Nutrition 1997/65/S.1571)
Erdbeeren: Öko-Anbau überlegen Die Überlegenheit des ökologischen Landbaus zeigten spanische Lebensmittelforscher: Sie bauten Erdbeeren der Sorte Fragaria x Ananassa Cv. Chandler unter sonst gleichen Bedingungen einmal ökologisch und einmal konventionell an. Anschließend wurden die Früchte analysiert, transportiert und verkostet. Die Öko-Beeren schnitten in allen Prüfkategorien besser ab: Ihre Farbe war intensiver, ihr Zucker- und Trockenmassegehalt höher, sie überstanden den Transport unbeschadeter, und sie schmeckten besser. (Journal of Agricultural & Food Chemistry 1997/45/S.1736-1740)
Dänische Hühner: mit 5 Mark dabei Umgerechnet 5 DM erhalten dänische Landwirte pro Legehennenplatz, wenn sie die Käfighaltung abschaffen und alternative Haltungsformen einführen. Sie haben dazu acht Jahre Zeit. Finanziert wird diese Prämie, die bis zu einem Drittel der Umstellungskosten deckt, je zur Hälfte von der Regierung und der Vereinigung der Eierproduzenten. (DLG-Mitteilungen 1997/H.6/S.8) |
| © Copyright 1997 by EU.L.E. |
|---|