| Fisch: Sonnenschutz inklusive |
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| Nagtegaal, M et al: UV-Filtersubstanzen in Wasser und Fischen. Zeitschrift für Umweltchemie und Ökotoxikologie 1997/9/ S.79-86 Sonnenschutzmittel enthalten je nach Lichtschutzfaktor bis zu 10% UV-Filtersubstanzen, die sich in den Fischen von Badeseen anreichern können (EU.L.E.n-Spiegel 1996/H.1/ S.11). Marc Nagtegaal und seine Mitarbeiter untersuchten 1991 und 1993 die Belastung von Wasser und Fischen des Meerfelder Maares, einem Badesee in der Eifel. Die gute Nachricht zuerst: Während die Forscher 1991 noch geringe Mengen Methylbenzylidencampher im Wasser nachweisen konnten, fanden sie 1993 keine der gesuchten UV-Filtersubstanzen. Bei Fischen wurden sie dagegen in beiden Jahren fündig: Rotaugen und Barsche enthielten gleich 6 der 7 gesuchten Verbindungen. Die lipophilen Stoffe waren in den Fischen in der gleichen Größenordnung enthalten wie die ubiquitär verbreiteten Organochlorverbindungen PCB und DDT. Insgesamt enthielten die zu den Friedfischen gehörenden Rotaugen durchschnittlich 6,8 µg/kg der UV-Filtersubstanzen (2,0 mg/kg Fett), die räuberischen Barsche dagegen 45 µg/kg (0,5 mg/kg Fett). Aus dem Quotienten der Konzentrationen in Fisch und Wasser errechnet sich der sogenannte Bioakkumulationsfaktor von Methylbenzylidencampher. Er betrug 1991 für die Barsche rund 5.200 und zeigt das starke Anreicherungsvermögen der Chemikalie. Welche Gesundheitsgefahren für den Menschen beim Verzehr belasteter Fische bestehen, ist bislang nicht bekannt. Ebenso wenig kann überblickt werden, welche Auswirkungen die UV-Filtersubstanzen auf aquatische Ökosysteme haben. |
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