| Light-Bestrahlung: schützt vor Parasiten |
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| Loaharanu, P, Murrell, D: A role for irradiation in the control of foodborne parasites. Trends in Food Science & Technology 1994/5/S.190-195 Jeder dritte Erdenbürger stirbt an einer Zoonose oder einer Infektion. In Entwicklungsländern werden bis zu 70 % der Durchfallerkrankungen mit Todesfolge auf infizierte Lebensmittel zurückgeführt. In den USA veranschlagt man die jährlichen wirtschaftlichen Verluste durch Trichinosen, Toxoplasmosen, Salmonellosen, Infektionen mit Campylobacter und Bandwürmer auf mehrere Milliarden Dollar. Besonders in Ländern, in denen traditionell tierische Lebensmittel roh verzehrt werden, bietet sich eine niedrig dosierte Bestrahlung (< 1 kGy) an, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Ionisierende Strahlung verändert die DNA der bestrahlten Zellen, so daß diese nicht mehr lebensfähig sind. Im Nordosten Thailands leidet ein Drittel der Bevölkerung unter dem Leberegel Opisthorchis viverrini. Eine minimale Dosis von 0,1 kGy reicht bereits aus, um die Larven im Fisch zu töten. Da Geruch und Geschmack dabei kaum beeinträchtigt werden, bietet sich die Methode auch für Sushi an. Mit Bandwürmern (Taenia solium) infiziertes Fleisch wird durch eine Bestrahlung mit 0,2 - 0,6 kGy wieder genießbar. Bei Schweinefleisch mit Trichinen verhinderten 0,15 kGy, daß sich die Larven im Darm von Versuchstieren entwickeln konnten. Für zahlreiche weitere Nematoden, Protozoen, Trematoden und Cestoden wurden die erforderlichen Bestrahlungsregime ermittelt, die eine Parasiteninfektion verhindern. Die "Light"- Bestrahlung wird bereits erfolgreich zur Dekontamination eingesetzt, in Frankreich bei Putenfleisch, in Thailand bei Schweinswürstchen. |
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