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Salmonellen auf Drachen      [TOP]

Salmonellen lauern nicht nur auf Eiern oder Geflügel. Bei mindestens 15 Besuchern des Zoos von Denver verursachte ein "Komodo-Drache" eine Salmonellenvergiftung. Betroffen waren vor allem Kinder, die den Waran, der zu den größten lebenden Echsen zählt, angefaßt und sich danach nicht die Hände gewaschen hatten. Die Nachforschungen der Gesundheitsbehörden ergaben, daß es bereits genügte, den Gehegezaun zu berühren und anschließend mit ungewaschenen Fingern zu essen. (Dairy, Food and Environmental Sanitation 1997/17/S.14-16)

      
Aromapansch bei Ananassäften      [TOP]

Wissenschaftler der Bundesforschungsanstalt für Ernährung vermuten illegale Zugaben von synthetischen Aromastoffen bei Ananassäften. 2-Methylbutansäureester heißt die wohlduftende Substanz, die das typische Ananasaroma ausmacht und in der Frucht nur in der S-Konfiguration vorkommt. In allen untersuchten Ananassäften konnte die synthetische R-Variante des Aromastoffes identifiziert werden. Besonders auffällig: Ein Saft enthielt einen extrem hohen Gehalt an Limonen - ein für Zitrussäfte üblicher Aromastoff, der in der Ananas so gut wie nicht enthalten ist. (Lebensmittelchemie 1997/51/S.30-45)

      
Zitrus-Abfall gegen Krebs      [TOP]

Nach Saponinen, Phytosterinen, Phenolsäuren und Phytoöstrogenen sind nun einmal wieder die Flavanoide dran: polymethoxylierte Flavanoide (PMF), die in relativ hohen Mengen in Mandarinen-Schalen vorkommen, hemmen das Wachstum von Krebsgeschwüren und Tumorzellen. PMFs sind ein Abfallprodukt bei der Herstellung von Zitrussäften. (Journal of Agricultural and Food Chemistry 1997/45/S.364-368)

      
Bluthochdruck durch Lakritz-Kaugummi      [TOP]

Lakritze kann Bluthochdruck und Ödeme auslösen. Holländische Ärzte berichten von zwei Frauen, deren Beschwerden selbst nach medikamentöser Behandlung anhielten. Eine gab an, keine Lakritze zu essen, die andere hatte auf Anraten ihres Hausarztes vor Wochen damit aufgehört. Eine genauere Befragung ergab, daß beide täglich zwei bis drei Päckchen Kaugummi mit Lakritz-Geschmack kauten. Drei Wochen nach dem Absetzen der Kaugummis war der Blutdruck wieder normal, die Ödeme verschwunden. Ursache ist die in der Lakritze enthaltene Glycyrrhicinsäure. (British Medical Journal 1997/314/S.731-732)

      
Frühstücksei schützt vor Infarkt      [TOP]

Vor allem bei Frauen und älteren Männern paßt sich der Cholesterin-Stoffwechsel schnell an eine erhöhte Zufur an. Das fanden australische und neuseeländische Forscher heraus, nachdem sie 26 Probanden 12 Tage lang zusätzlich zu ihrem normalen Essen ein Ei verspeisen ließen. Daraufhin sank die Aktivität des Enzyms, das die Übertragung neugebildeter Cholesterinester vom HDL auf LDL und VLDL steuert. Die Anpassung ist bei Frauen so ausgeprägt, daß das zusätzliche Ei nicht zur Erhöhung des LDL und VLDL führt, sondern das schützende HDL sogar etwas ansteigen läßt. (European Journal of Clinical Nutrition 1997/51/S.172-176)

      
Viehtransporte: fehlende Papiere und überladen      [TOP]

Herkunftsnachweise für Schlachtvieh sollen deutschen Verbrauchern Sicherheit vermitteln und das Vertrauen in die hiesige Fleischwirtschaft wieder herstellen. Doch bis dahin ist es wohl noch ein weiter Weg. Als die Polizei in Schleswig-Holstein Viehtransporte kontrollierte, mußte fast jeder dritte beanstandet werden. Nicht nur gammelige oder um bis zu 10 Tonnen (!) überladene Fahrzeuge gaben den Anlaß, sondern auch fehlende oder unvollständige Papiere. Besonders gerne wurde "vergessen" einzutragen, woher die Tiere kamen und wohin sie gebracht werden sollten. (Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 1997/49/S.78)

      
Prionen im Zement      [TOP]

Am 1. Mai 1996 hat die Schweiz wegen BSE ein Fütterungsverbot für Tierkörpermehle erlassen. Doch wohin mit den mittlerweile 30.000 Tonnen? Für umgerechnet 240 DM je Tonne haben sich jetzt zwei Zementwerke bereit erklärt, das Entsorgungsproblem zu lösen: Sie setzen das Tiermehl als Brennstoff ein, wozu es aufgrund seiner Schadstoff-Freiheit gut geeignet sei. Nach der Verbrennung soll die Asche in Zement eingebunden werden. (Rundschau für Fleischhygiene und Lebensmittelüberwachung 1997/49/S.79-80)



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