[BACK] [BACK WIDE] [HOME] [FORWARD]PET-Flaschen: Waschen allein hilft nicht[EU.L.E. HOME]

Komolprasert, V, Lawson, AR: Considerations for reuse of Poly(ethylene terephthalate) bottles in food packaging: migration study.
Journal of Agricultural and Food Chemistry 1997/45/S.444-448

Bevor eine "unkaputtbare" Plastikflasche erneut mit Limonade befüllt wird, hat sie oftmals auch andere Flüssigkeiten beinhaltet als nur coffeinhaltige Erfrischungsgetränke: Manch sorgloser Verbraucher lagert darin Benzin, Reinigungsmittel, Unkrautvernichter, Ameisen-Killer und andere gesundheitsschädliche Haushaltsprodukte - wenn auch nur vorübergehend. Daß diese unsachgemäße Lagerung trotz mehrfacher Reinigung der Gefäße ein gesundheitliches Risiko darstellt, haben amerikanische Wissenschaftler in einer Migrationsstudie bewiesen: Stellvertretend für andere Haushaltschemikalien füllten sie PET (Polyäthylenterephthalat) -Flaschen mit Benzol-, Buttersäure-, Malathion- und Lindan-Lösungen. Nach zweiwöchiger Lagerung bei 40°C und anschließendem Waschvorgang, wie er für Mehrwegflaschen üblich ist, versetzte man sie mit einer 8 %igen Lösung von Alkohol in Wasser, um die Wirkungen von Lebensmitteln zu simulieren. Ergebnis: Waschen alleine reicht eben doch nicht! 60 % des vorher in die Verpackung migrierten Benzols und 30 % der Buttersäure bzw. des Lindans wanderten in die Testlösung. Malathion war in der Pseudo-Lebensmittelmatrix nicht nachweisbar, wohl aber in der PET-Verpackung.

Anmerkung: Obwohl diese Untersuchungen vom "worst case" ausgehen, geben sie doch Anlaß, über neue Sicherheitssysteme bei der Reinigung und Wiederbefüllung von Mehrwegflaschen nachzudenken.



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