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Olney, JW et al: Increasing brain tumor rates: Is there a link to Aspartame?
Journal of Neuropathology and Experimental Neurology 1996/55/S.1115-1123

In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Häufigkeit von Gehirntumoren in einigen Industriestaaten deutlich zugenommen. Bei der Analyse der Daten des US-amerikanischen National Cancer Institute von 1975 - 1992 fanden Olney und Mitarbeiter aus St. Louis, Minnesota, heraus, daß der Anstieg in zwei Phasen verlief: Der erste, moderate Peak ist wahrscheinlich auf verbesserte Diagnosetechniken zurückzuführen. Der zweite Peak fällt nicht nur deutlicher aus, die beschriebenen Tumore sind auch maligner als früher (v.a. mehr Glioblastome), so daß es dafür andere Auslöser geben muß. Aus drei Gründen schlagen die Autoren den Süßstoff Aspartam als „Kandidaten" vor: Bereits 1980 hatte eine Studie mit Ratten eine deutlich höhere Hirntumor-Inzidenz nach Aspartamgaben gezeigt, wobei die Kontrollgruppe keinen einzigen Tumor entwickelte. Im Zuge personeller Veränderungen bei der zulassenden Behörde (FDA) seien diese Ergebnisse jedoch nicht berücksichtigt worden. Zweitens weisen neuere Studien auf mutagene Eigenschaften von Aspartam hin. Und drittens wurde Aspartam einige Jahre vor dem deutlichen Anstieg der Tumorrate in den USA (1984 - 1987) zugelassen. Vor dem Hintergrund, daß weltweit große Mengen Aspartam-gesüßter Lebensmittel verzehrt werden, fordern die Autoren, daß dessen karzinogenes Potential besser untersucht und der Süßstoff neu bewertet wird.



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