[BACK]  [BACK WIDE]  [HOME]  [FORWARD] Noradrenalin und Serotonin [EU.L.E. HOME]

Die Injektion des Neurotransmitters Noradrenalin in spezielle Gebiete des Hypothalamus (PVN) läßt Ratten sofort mit dem Fressen beginnen. Dabei werden gezielt Kohlenhydrate bevorzugt, die Tiere fressen mehr und länger. Bei Anorektikerinnen findet man häufig erniedrigte Noradrenalinspiegel.

Noradrenalin ist ein direkter Gegenspieler des Serotonins, das die Nahrungsaufnahme vermindert, speziell von Kohlenhydraten. Es verringert Mahlzeitengröße und Freßdauer. Die Aktivität der Rezeptoren für beide Neurotransmitter ist eng mit dem Tag-Nacht-Rhythmus verbunden. So wird bei der ersten Mahlzeit kohlenhydratreiches Futter, später eher Fett und Proteine bevorzugt. Beim Menschen erhöhen Serotonin-Antagonisten die Kalorienaufnahme und das Verlangen nach Kohlenhydraten.

Serotonin beeinflußt außer dem Eßverhalten circadiane und saisonale Rhythmen, Stimmung, Üggressionen, Sexualverhalten und das Schmerzempfinden, alles Bereiche, die bei Eßgestörten beeinträchtig sein können. Vor allem bei Bulimikern scheint der Serotoninstoffwechsel gestört.



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