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Bulimie (Eß-Brechsucht)
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Seit Ende der 70er Jahre gilt die Bulimie als eigenständiges, von der Anorexie abgegrenztes Krankheitsbild. Bulimiker bekommen oft mehrmals täglich Eßanfälle, wobei große Nahrungsmengen verschlungen werden, meist um sie später wieder zu erbrechen. Die Sucht beginnt in der Regel im Teenageralter oder in den Zwanzigern, Ausgangspunkt ist häufig eine Diät.
Körperliche Symptome der Bulimie sind z.B. Hypertrophie der Speicheldrüsen, Zahnschäden, Menstruationsstörungen bis hin zur Amenorrhoe und Geschwüre auf dem Handrücken. Durch häufiges Erbrechen und den Laxantienmißbrauch kommt der Elektrolythaushalt völlig durcheinander (z.B. Hypokalämie, Hyponaträmie), die Serumamylase ist erhöht. Die Veränderungen im Hormon- und Neurotransmitterhaushalt ähneln denen bei Anorexie, auch bei Patienten mit unauffälligem Gewicht. Als Spätfolgen treten Herzmuskelschäden, Risse in der Speiseröhre und im Magen sowie bleibende Verdauungsbeschwerden auf.
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