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In aller Kürze
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Golfkriegssyndrom: Krank durch Gegengift...
Die Ursachen des Golfkriegssyndroms sind weiterhin umstritten (EU.L.E.N-Spiegel 6/96/S.8). Einig ist man sich weitgehend, daß nicht feindliche B- oder C-Waffen schuld an den Beschwerden vieler Kriegsveteranen sind, sondern die Vorsorgemaßnahmen der Ärzte. Studien von Friedman und Mitarbeitern von den Universitäten Tel Aviv und Jerusalem zeigen, daß das eingenommene Anti-Nervengas-Mittel Pyridostigmin unter Streß und bei Wüstentemperaturen die Blut-Hirn-Schranke viel leichter passiert. Dadurch seien Störungen des Nervensystems hervorgerufen worden, die unter „normalen" Bedingungen in toxikologischen Prüfungen nicht erkennbar waren.
Cholera: Bakterien unschuldig
Cholera-Bakterien leben normalerweise in Küstengewässern und nicht im menschlichen Darm. Nur wenige Stämme bilden an ihrer Oberfläche sogenannte Pili aus, mit denen sie sich im Darm anheften können. Glaubte man bisher, daß die Bakterien das tödliche Cholera-Gift "in Eigenregie" bilden, so stellte sich jetzt heraus, daß Viren die eigentlichen Übeltäter sind: Sie dringen durch die Pili in die Cholera-Vibrionen und schleusen ihr Gen für das todbringende Toxin ins bakterielle Erbgut ein. Besonders perfide ist, daß die Viren von Bakterium zu Bakterium springen und harmlose Keime in Krankheitserreger verwandeln können. Davon könnten z.B. die für Choleraimpfungen benutzten Bakterienstämme betroffen sein.
Ein Fisch namens Tilapia ...
... könnte als "Organspender" Zuckerkranke vom Insulinspritzen erlösen. Die tropischen Süßwasserfische haben zwei Bauchspeicheldrüsen, von denen eine ausschließlich der Insulinproduktion dient. Um eine Abstoßung der Transplantate zu verhindern, werden sie in eine Alginat-Kapsel „verpackt", die Zucker, Sauerstoff und Insulin durchläßt, Zellen und Moleküle des Immunsystems jedoch zurückhält. Der Haken an der Sache: Das Fisch-Insulin unterscheidet sich zu stark vom menschlichen Hormon. Daher haben kanadische Forscher das Insulin-Gen der Fische entsprechend verändert und hoffen nun, einen Tilapia-Stamm züchten zu können, der Humaninsulin bildet. |
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