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Nicht erst seit dem Auftreten der Varroa-Milbe (Varroa jacobsoni), eines Ektoparasiten der Honigbienen, greifen Bienenzüchter zu Arzneimitteln und anderen Chemikalien, um ihre Völker vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Wachsmotten, Tracheenmilben, diverse Virosen und Bakteriosen werden seit jeher mit Naphthalin, Antibiotika wie Tetracyclinen oder mit Pyrethroiden "behandelt". Manche Imker setzen die Chemikalien prophylaktisch ein, auch wenn die Völker keine Symptome zeigen, Überdosierungen und nutzlose Therapieversuche werden oft nicht erkannt. Im schlimmsten Fall sterben die Bienen, direkt oder während der Winterzeit, da die Überlebenden der "Therapie" geschwächt sind. Es geschieht aber auch, daß über Jahre hinweg verschiedene Präparate verabreicht werden, ohne daß die Völker zugrunde gehen. Mit dem Auftreten der Varroatose machten sich auch die Bienenzüchter an die Verabreichung von Chemikalien, die bis dahin "natürlich" imkerten, d. h. keine Mittel und Mittelchen anwendeten. ....

von Alexander Wienands, Bonn



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