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Krank durch Energiesparlampen

THORINGTON, L: Spectral, irradiance, and temporal aspects of natural and artificial light.
Annals of the New York Academy of Sciences 1985/453/S.28-54
Alle Wellenlängen des Lichts sowie der zeitliche Verlauf der Beleuchtung üben biologische Effekte aus. Gesetzliche und technische Standards berücksichtigen die unterschiedliche Zusammensetzung von Kunstlicht und natürlichem Licht jedoch nicht. Da immer mehr Menschen immer länger unter Kunstlicht verbringen, fordert der Autor, Mitarbeiter der Duro-Test Corporation in New Jersey (USA), eine Revision bestehender Standards. So ist es üblich, Lampenlicht nach „lumen" zu messen, einer Angabe, die weder die Farbzusammensetzung noch den UV-Anteil berücksichtigt. Luke Thoringtons Hauptkritikpunkte am Kunstlicht, insbesondere an den zumindest an vielen Arbeitsplätzen üblichen kaltweißen Leuchtstoffröhren:

  • Sie haben eine zu schlechte Farbwiedergabe, um gutes Sehen zu ermöglichen.
  • Sie sind nicht hell genug, um die Melatoninproduktion der Zirbeldrüse und damit die Tagesrhythmik zu steuern.
  • Sie senden kein UV-B für die Vitamin-D-Synthese aus. Die UV-Strahlen üblicher Leuchtstoffröhren werden von den Reflektoren absorbiert.

Energiesparlampen hält der Autor für besonders ungesund: Während die Erzeugung von Helligkeit im roten und blauen Bereich des Lichtspektrums viel Strom kostet, läßt sich im gelbgrünen Bereich besonders effizient und kostengünstig Helligkeit erzeugen. Die Spektren von Ökolampen sind weitgehend auf den grüngelben Ausschnitt begrenzt und daher besonders ungeeignet, die biologischen Effekte des Tageslichts zu ersetzen. Lampen mit einem breiteren Spektrum würden zwar mehr Energiekosten verursachen, sie könnten jedoch nach Ansicht des Autors dafür sorgen, daß die Produktivität am Arbeitsplatz steigt und die Krankheitskosten sinken.



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