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Im Deutschen Ärzteblatt erschien jüngst ein "medizinischer Kurzbericht" mit dem Titel "Keine Häufung der Creutzfeld-Jakob-Krankheit (CJK) in der Bundesrepublik Deutschland". Trotz der offensichtlich beschwichtigenden Wortwahl ist die getroffene Feststellung grundsätzlich richtig. Glücklicherweise kann man bezüglich dieser und anderer schwerer Erkrankungen in der Neurologie nicht von Häufung sprechen. Wenn es aber um so schwerwiegende Erkrankungen geht wie die Amyotrophe Lateralsklerose, die CJK, die Multiple Sklerose oder die Alzheimer Krankheit, ist jeder Erkrankungsfall bereits ein Fall zuviel. Schon eine numerische Zunahme müßte Anlaß zur Besorgnis geben - nicht nur der humanitären, sondern auch der wirtschaftlichen Bedeutung wegen. Da es sich um Krankheiten handelt, deren endgültige Diagnose der Neuropathologe stellt, müssen wir in unserem Land mit erheblichen Informationslücken rechnen, wegen der großen Hürden bei Autopsien. Letztlich sind wir auf Informationen aus anderen Ländern angewiesen, in denen dies verantwortlicher gehandhabt wird. ....
von Dr. med. Willi K. Müller, Speyer
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