Gestillte Kinder sind, zumindest in den ersten Lebensjahren, intelligenter als Flaschenkinder. Britische Wissenschaftler glaubten nicht, daß dies an den Inhaltsstoffen der Muttermilch liegt, sondern am sozialen Umfeld. Als sie knapp 1000 in den 20er Jahren geborene Männer und Frauen untersuchten und deren IQs mit den Angaben zur Babykost verglichen, erwiesen sich wieder die ehemals gestillten Kinder als etwas intelligenter. Nun beleuchteten die Autoren das familiäre Umfeld und fanden prompt heraus, daß es schlecht für die Intelligenz des Kindes ist, wenn der Vater Arbeiter, die Mutter jung und die Anzahl der Geschwister groß ist und wenn das Kind einen Schnuller bekommt. Eine Erklärung dafür war schnell gefunden: Die Mütterberatung hatte in den 20er Jahren vom Schnullergebrauch abgeraten. Da die etwas "dümmeren" Kinder trotz dieses guten Rates häufig den Schnuller bekommen hatten, müssen schon ihre Eltern dumm gewesen sein.
(GALE, CR, MARTYN, CN: Breastfeeding, dummy use, and adult intelligence. Lancet 1996/347/ S.1072-1075)
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