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Eigelb rettet Leben      [TOP]

Jedes Jahr erkranken durch Rotaviren weltweit 150 Millionen Kinder an Durchfall und Erbrechen; in Entwicklungsländern sterben mehr als 1 Million Kinder daran. Impfungen sind wenig wirksam oder nicht verfügbar. Abhilfe versprechen sich japanische Forscher jetzt von speziellen Zuckerverbindungen (Sialyl-Oligosaccharide) des Hühnereigelbs: Erhielten Rotavirus-infizierte Mäuse angereicherte Sialyl-Oligosaccharide aus Eigelb, verminderte sich die Durchfallhäufigkeit gegenüber der Kontrollgruppe um bis zu 43%. Besonders wichtig für den Schutzeffekt ist die Sialsäurekomponente. (Journal of Agricultural and Food Chemistry 1995/43/S.858-861)


Rinderwahnsinn      [TOP]

Noch ist nicht völlig geklärt, ob die seltene Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (CJK) durch Lebensmittel von BSE-kranken Rindern oder scrapiekranken Schafen beim Menschen ausgelöst werden kann. Heino Diringer, Virologe am Robert Koch-Institut in Berlin, geht davon aus, daß "sporadische CJK und familiäre CJK immer mit einer Übertragung von Tieren auf den Menschen verbunden sind." Nach seinem Modell ist bei Menschen mit familiärer CJK (10% der Fälle), die aufgrund einer Mutation besonders empfindlich für die Gehirnerkrankung sind, eine direkte Übertragung des Erregers vom Schaf möglich. Zur Auslösung der sporadisch auftretenden CJK (90% der Fälle) sei ein "Umweg" über das Rind nötig, bei dem sich die Eigenschaften des Erregers entsprechend verändern. (Lancet 1995/346/S.1208-1209)



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