[BACK]  [BACK WIDE]  [HOME]  [FORWARD] Kennen Sie Ihren "Prerow-Wert"? [EU.L.E. HOME]

Nährstoffberechnete Ernährungspläne haben so ihre Makken: Da gibt es keine fixen Grenzen, ab denen die Zufuhr eines Nährstoffes als zu niedrig eingestuft werden muß und, so bemängeln die Autoren, es sei derzeit nicht möglich, einen Plan in Form einer "Qualitätsmaßzahl" zu beurteilen. Doch Rettung naht: Man entleihe der Mathematik die Fuzzy-Logik (Logik der unscharfen Mengen), entwickle aus den Nährstoffangaben des BLS (Bundeslebensmittelschlüssel), den DGE-Empfehlungen und den - nach wie vor willkürlich getroffenen - Entscheidungen darüber, wann die Zufuhr noch okay ist, kleine Grafiken, sogenannte Fuzzy-Sets. Daraus berechne man für jeden Nährstoff Fuzzy-Werte. Zu guter letzt bilde man daraus, als ultimatives Qualitätskriterium für unser Essen, das harmonische Mittel, den "Prerow-Wert" (weil ausgerechnet in Prerow an der Ostsee ausgedacht): Je näher er an "1,0" heranreicht, desto besser.
Fuzzy-Euphorie hin, harmonisches Mittel her: Wenn die eingefütterten Daten von fragwürdiger Tauglichkeit sind, helfen logischerweise auch "Fuzzies" nicht weiter. Unter Statistikern gibt es einen feststehenden Begriff für derartige Rechenübungen: Garbage in - garbage out!
(Hahn, A. et al., Ernährungs-Umschau 1995/42/S.367-371)



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