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Hautkrebs durch Sonnencremes
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Winterzeit - Urlaubszeit: Tausende begeisterter Ski-, Snowboard- und Rodelfans starten jetzt ins Gebirge. Während man auf der Piste gewöhnlich dick vermummt ist und nur wenig Haut zeigt, tummeln sich vor den Hütten oft spärlich bekleidete Sonnenanbeter. Sie setzen ihre winterliche Haut einer extremen Belastung aus: Die Sonnenstrahlen sind in luftiger Höhe intensiver und der Schnee reflektiert sie noch dazu. Gegen Sonnenbrand und Hautkrebs sollen daher Sonnenschutzmittel mit hohen Lichtschutzfaktoren helfen. Glaubt man der Werbung, so sind vor allem die UV-Filter für den Krebsschutz wichtig. Doch viele Fakten sprechen dagegen. Was taugen die gängigen Lichtschutzfilter?
Wo sind sie geblieben? HANY, J, NAGEL, R: Nachweis von UV-Filtersubstanzen in Muttermilch. Deutsche Lebensmittel-Rundschau 1995/91/H.11/S.341-345
Im Jahr 1993 wurden allein in Deutschland knapp 1.000 Tonnen der 23 zugelassenen UV-Filtersubstanzen hergestellt. Mit den sonnenbadenden Schwimmern gelangt ein Großteil davon in Schwimmbäder und Gewässer. Aufgrund ihrer lipophilen Eigenschaften könnten sie sich über die Nahrungskette anreichern und bis in die Muttermilch gelangen. Die beiden UV-Filter MBC (3-(4-Methylbenzyliden)-campher) und DABI (p-Dimethylaminobenzoesäure-isooctylester) wurden bereits in Fischen aus rheinland-pfälzischen Seen nachgewiesen, wobei die Gehalte in der gleichen Größenordnung liegen, wie bei den wichtigsten Chlorkohlenwasserstoffen. Daß UV-Filter längst ubiquitär in der Umwelt verbreitet sind, zeigt auch ihr Nachweis in Reinstlösungen verschiedener Lösungsmittelhersteller. Sonnenschutzfaktor 10 im Büro? BRAND, G: Angeschmiert mit teuren Cremen. Prüf mit 1995/H.5/S.8-12
Das Schweizer Konsumentinnenforum testete 9 Gesichtscremes für normale Haut mit Lichtschutzfaktoren zwischen 3 und 15. Dabei ergab sich zwischen dem teuersten und billigsten Produkt ein Preisunterschied um den Faktor 10 für die gleiche Menge Creme. In der Beurteilung schnitten beide Produkte gleich gut ab.
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