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Freie Rückstände

"Die Zahl der Chemikalien wurde 1994 weltweit auf rund 12,6 Millionen geschätzt, 1998 werden es bereits 16 Millionen sein. Hinsichtlich ihrer Giftwirkung sind bisher nur wenige hundert Stoffe intensiv aufgearbeitet und bewertet. Für viele der Chemikalien liegen keine Erfahrungen am Menschen vor."
(Pressedienst des bgvv vom 2.12. 1995)
Bei den allermeisten Substanzen fehlen in der Regel auch geeignete Analysenmethoden für den Nachweis der "freien Rückstände" in Lebensmitteln oder Umweltproben.

Gebundene Rückstände...

... stellen den Analytiker im Grunde vor eine unlösbare Aufgabe. Es ist nicht möglich, alle "Gebundenen" einfach mitzuanalysieren. Die Bindungsformen sind denkbar vielfältig, da Pflanzen wie Tiere unerwünschte Substanzen an die unterschiedlichsten Zellbestandteile heften können. So müßte praktisch für jedes Lebensmittel und noch dazu bei jedem Rückstand anders verfahren werden - eine undurchführbare Aufgabe.

Wie sicher sind "anerkannte" Methoden? Um das Ziel richtiger Analysenwerte zu erreichen, sind bisher unterschiedliche Wege beschritten worden: Methodenvergleiche, die Suche nach systematischen Fehlerquellen, Ringversuche, der Einsatz 'normierter' Analysenverfahren, beispielsweise von DIN-Verfahren, sowie Herstellung und Analyse von Standard-Referenzmaterialien sind Ansätze zur Ermittlung richtiger Analysendaten....



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