[BACK]  [BACK WIDE]  [HOME]  [FORWARD] Holland: Moskitojagd mit Limburger [EU.L.E. HOME]

Was finden Moskitos am Menschen so attraktiv? Forscher von der Landwirtschaftlichen Universität Wageningen wissen es genau: Es ist der aparte Geruch seiner Füße.
Versuchsobjekte waren ein Mückenschwarm (Anopheles gambiae, gefürchtete Überträger von Malaria) und ein Student. Dieser wurde den Moskitos nur mit Unterwäsche bekleidet "serviert". Drei Viertel der Stechmücken flogen seine ungewaschenen Füße zu Speisezwecken an. Nachdem er sie gewaschen hatte, stachen sie ihn am ganzen Körper. Um die naheliegende Hypothese zu testen, tauschte man in einem weiteren Versuch den verstochenen Studenten gegen einen reifen Limburger Käse aus. Es funktionierte. Die Mücken wandten sich prompt dem dargebotenen Duft zu. Chemisch betrachtet handelt es sich bei beiden Arten "Käsearoma" um kurzkettige Fettsäuren, die im Falle des Menschen von Brevibakterien produziert werden, die auf seiner Haut leben. Die Holländer wollen nun für die Tropen eine käsefreie Moskitofalle bauen. Denn in der Hitze schwitzt der Käse, und das Schwitzwasser verhindert, daß er seine Lockstoffe im ganzen Raum verströmen kann.

(New Scientist v. 4.11.1995, S.7)



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