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Alzheimer Demenz - Massenkrankheit mit unbekannter Genese
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Die medizinische, pflegerische und sozioökonomische Dimension der Alzheimer Demenz (AD) wird anhand der in USA erhobenen Zahlen deutlich: Dort gibt es 200.000 Neuerkrankungen jährlich, AD ist die vierthäufigste Todesursache mit über 100.000 Toten pro Jahr und die Hälfte aller Pflegeheimplätze sind mit Alzheimer-Patienten belegt. Ursache und Entstehung der AD sind nach wie vor nicht geklärt. Die Medizin vermag derzeit lediglich die histopathologischen Veränderungen im Gehirn der Betroffenen sowie das klinische Bild der Erkrankten zu beschreiben. Theorien? Theorien!
An Theorien zur Pathogenese der AD mangelt es dagegen nicht: Besteht etwa eine genetische Determination, an AD zu erkranken? Oder spielen in der Vergangenheit erlittene Gehirntraumata eine Rolle? Oder verursachen die bekannten Amyloidablagerungen im Gehirn AD? Und wenn ja, warum wird das Amyloid gerade dort abgelagert? Besteht eine Beziehung zum Aluminium, einem Metall, das an Versuchstiere verabreicht, zu Hirnschäden führt, die der AD zumindest ähnlich sind? In einer neueren, leider kleinen Studie gelang es, durch Gabe eines Chelatbildners, der das Aluminium aus dem Körper entfernt, die Progression einer AD und die Sterblichkeit deutlich zu vermindern. Zudem gibt es seit kurzem eine schlüssige Erklärung für den immer wieder in Frage gestellten Transport des Aluminiums durch die Blut-Hirn-Schranke: Gebunden an Glutamat ist er ohne Weiteres möglich. Ärzte ratlos?
Die exakte Diagnosestellung einer AD kann letztlich erst post mortem erfolgen. Eine schlüssige oder sogar ursächliche Behandlung steht uns nicht zur Verfügung. Sämtliche zur Zeit verfügbaren Therapieformen sind palliativ, wenig wirksam und wegen ihrer Nebenwirkungen in der Anwendung beschränkt. Für uns Ärzte bedeutet der derzeitige Kenntnisstand, aluminiumhaltige Antazida nicht als Langzeittherapeutika zu verschreiben bzw. diese überhaupt durch andere Medikamente zu ersetzen.
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