|
|
Minderwertige Earl Greys durch synthetisches Bergamottöl
|
|
|---|
|
NEUKOM, H-P et al.: Nachweis von natürlichem oder rekonstituiertem Bergamottöl in Earl Grey Tees anhand der Enantiomerentrennung von Linalool und Dihydrolinalool. Mitteilungen auf dem Gebiete der Lebensmittelhygiene 1993/84/S.537-544 Durch Aromatisierung mit Bergamottöl wird ein schwarzer Tee zum Earl Grey, benannt nach dem britischen Premierminister Edward Grey, Earl of Fallodon, der das chinesische Teerezept nach England brachte. Hochwertiges Bergamottöl wird durch Kaltpressung aus den noch grünen Schalen der Bergamottfrucht gewonnen. Heißpressung, Wasserdampfdestillation oder Lösungsmittelextraktion liefern zwar eine höhere Ausbeute, dafür aber oft mindere Qualitäten. Die meisten Earl Grey Tees werden mit billigeren, rekonstituierten, das heißt synthetischen Bergamottölen hergestellt, unter Zusatz von Linalool und Linalylacetat, zwei Hauptkomponenten des natürlichen Bergamottöls. Eine Untersuchung von 12 Teeproben im Kantonalen Labor in Zürich zeigte, daß alle "mit synthetischem Linalool versetzt worden sind und daher, wenn überhaupt, nur kleinere Mengen an natürlichem Bergamottöl enthalten sind".
|
|
|
© Copyright 1996 by EU.L.E. |
|---|